Vogelwild, voller Emotionen

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Der FCE trennt sich in Freiamt-Ottoschwanden vor toller Kulisse mit einem für beide Seiten verdienten 2:2 vom robusten Derbygegner 
 
In den ersten 15 Minuten schien es so, als wollten die Hausherren das FCE-Team mit aggressivem, gut organisiertem Pressing regelrecht „auffressen“. Im Spiel nach vorne hatte kein FCE-Spieler auch nur ein bisschen Raum, Zeit oder Luft zum Atmen. Bei eigenem Ballbesitz zeigte Freiamt-Ottoschwanden zudem, dass gute, gestandene Fußballer in ihren Reihen standen, die konsequent schnörkellos ihre Angriffe vortrugen. Allerdings war die Defensivreihe des FCE aufmerksam und ließ zunächst ebenfalls wenig zu. Nach knapp 20 Minuten hatte dann das Costa-Team die erste gute Torchance der Partie, als ein gut gezirkelter Freistoßball von Tim Baumer auf der Oberkante der Latte landete. Danach gestaltete die Costa-Elf die Partie offener und gewann ihrerseits mehr Zweikämpfe. Freiamt-Ottoschwanden hatte dennoch zwei hochkarätige Torchancen nach scharfen Hereingaben und der FCE in dieser Phase Glück. So endete die erste Halbzeit vor toller Kulisse und in einer emotional mitreißenden Atmosphäre torlos, weil es eher wenige durchdachte Spielzüge gab, aber viel Kampf und Leidenschaft. Nach dem Seitenwechsel ging es dann munter zur Sache. Zuerst setzte sich Tim Reick auf der linken Seiten durch und passte auf Marko Radovanvic, der sofort aus der Drehung abzog und nur knapp am Torhüter der Gastgeber scheiterte. Kurz darauf hatte Freiamt-Ottoschwanden nach einem Eckball den Führungstreffer auf dem Fuß (und viele Zuschauer den Torjubel schon auf den Lippen), doch der FCE-Torjäger Marko Radovanovic rettete in dieser Situation für seinen bereits geschlagenen Torhüter auf der eigenen Torlinie. Kurz darauf erzwang Tim Baumer ein Eigentor der Hausherren (54. Minute), das für Entsetzen auf den heimischen Rängen sorgte. Nur eine Minute später steckte Steffen Kemmet den Ball perfekt auf Marko Radovanovic durch, der seine Geschwindigkeit und seine Technik ausspielte und eiskalt der 2:0 für den FCE erzielte (55.Minute). Nach diesem Doppelschock hingen die Gastgeber kurz durch, bis sie schließlich durch einen überaus unnötigen Ballverlust eines FCE-Spielers nach einem leichtsinnigen Dribbling an der eigenen Strafraumgrenze, das prompt verloren ging, wieder aufgebaut wurden. Dadurch entstand nämlich das 1:2 in der 59. Minute. Nun lebte die Kulisse so richtig auf und machten die Gastgeber reichlich Druck. Bei sich bietenden Kontergelegenheiten spielte der FCE zu ungenau und vergab so die Chance auf eine Vorentscheidung. Nach einem feinen Hackentrick, mit dem allerdings zwei FCE-Verteidiger düpiert wurden, fiel schließlich der Ausgleich zum 2:2, der frenetisch gefeiert wurde (72. Spielminute). In der Folge wurde die Partie oft vogelwild, weil insbesondere beim FCE die taktische Ordnung nicht eingehalten wurde und es dadurch zu etlichen entscheidenden Duellen, Mann gegen Mann, in der hintersten Reihe kam. Positiv könnte man sagen: Weil der FCE selbst unbedingt den späten Siegtreffer wollte, riskierte er auswärts, den einen Punkt zu verlieren. Negativ gesehen ist es jedoch ein naives Spielverhalten, wenn kaum noch ein Spieler seine Position hält und dadurch dann fünf, manchmal sechs Spieler vor dem Ball sind, auch die „Sechser“, die doch eigentlich absichern sollten. Am Ende gab es ein für beide Seiten verdientes Unentschieden in einem stimmungsvollen Derby. 
Der FCE spielte mit: Schmitz, Schellinger (Weißkopf), Bruhn, Elatre, Gass, L. Züfle, Gretz (Schmidt), Reick (Hellwig), Baumer, Kemmet (Grießbaum), Radovanovic.
 
Michael Zäh 

FCE-Teams am Sonntag bei der SG Freiamt-Ottoschwanden zu Gast

Die Reserven spielen um 13:00 Uhr und die ersten Mannschaften um 15:00 Uhr am Sonntag, 01.09.2019 gegeneinander. Beide Partien finden auf dem Sportgelände in Ottoschwanden statt.

Pokalspielleiter Dieter Reinbold hat dem FCE mitgeteilt, dass nach dem Pokalspiel am kommenden Mittwoch, 04.09.2019 des FCE gegen den VFR Ihringen die Auslosung für die 3. Runde im Bezirkspokal beim FCE-Bistro stattfinden wird.

Marcus Mädler

Dreckiger Derbysieg

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FCE schlägt die SG Wasser-Kollmarsreute nach 0:1 Pausenrückstand noch mit 2:1

Vor toller Zuschauerkulisse an einem sommerlichen Freitagabend entwickelte sich das zu erwartende Kampfspiel. Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Die Gäste aus Wasser-Kollmarsreute wirken selbstsicherer und zeigten in der Anfangsphase auch die durchdachtere Spielanlage. Es war dann dem Ex-FCEler Marvin Seiboth vorbehalten, den frenetisch umjubelten Führungstreffer für die Gäste zu erzielen (20. Spielminute), wobei er beim Dribbling mit anschließendem Abschluss nur begleitet und nicht wirklich bekämpft wurde. In der Folge wirkten die Gäste umso sicherer und war der Spielaufbau bei der Costa-Elf von Nervosität und vielen ungenauen Abspielen geprägt. Als dann kurz nach der Pause der unermüdlich rennende und kämpfende FCE-Kapitän Tim Baumer den Ausgleich erzielte, waren die Gäste sichtlich überrascht. Danach war es aber nicht der FCE, der das Kommando übernahm und sich offensiv Chancen heraus spielte. Vielmehr hatten die Gäste mindestens drei hochkarätige Torchancen, die alle drei von Carsten Schmitz im FCE-Tor mit tollen Paraden entschärft wurden. Angesichts dieser Entwicklung wagte der FCE-Vorsitzende Renzo Düringer eine trotzige These gegenüber den umstehenden Personen: „Na ja, Marko hat heute noch nicht getroffen. Und der trifft ja immer. So gesehen führen wir eigentlich“, sagte er in der 85. Spielminute. In der 88. Spielminute traf dann Marko Radovanovic in unnachahmlich abgezockter Art zum 2:1-Derbysieg. Ja, die Gäste waren eigentlich besser gewesen. Ja, die Gäste waren dem Sieg nahe gewesen. Ja, es war ein zutiefst dreckiger Sieg für den FCE. Aber jeder Fußballer weiß, dass solch dreckige Siege das Schönste überhaupt sind. Und dies noch dazu, wo doch der weit überwiegende Teil der Zuschauer der SG Wasser-Kollmarsreute die Daumen gedrückt hatte.
Der FCE spielte mit: Schmitz, Schellinger (Gretz), Bruhn, Elatre, Weißkopf, L. Züfle, Baumer, Engler (Bab), Kemmet (Reick), Bange, Radovanovic (Mita).

Michael Zäh