Herzlichen Glückwunsch Sepp Bürkle zum 70. Geburtstag

Auch Ex-FCE-Akteure kamen zum Gratulieren und feierten mit dem Jubilar

Der ehemalige langjährige FCE-Mannschaftsbetreuer und FCE-Edelfan Sepp Bürkle feierte am vergangenen Samstag seinen 70. Geburtstag. Bei der tollen Feier im Elzwehr in Kollmarsreute ließ es sich eine Abordnung einiger seiner ehemaliger FCE-Spieler nicht nehmen und gratulierten und feierten mit dem Jubilar bis tief in die Nacht bei dem ein oder anderen Apfelschorle. Auf dem Bild von links: Marius Kasten, Daniel Strittmatter, der Jubilar Sepp Bürkle, Francesco Rubione, Torsten Sillmann und Marco Ketterer. Leider verhindert waren Tim Reick und Tim Vossler.
Auch die beiden FCE-Vorstände Renzo Düringer und Marcus Mädler überbrachten dem Jubilar die besten Glückwünsche des gesamten Vereins und genossen einen tollen Abend im Kreise der vielen Gratulanten. Danke Sepp für deine Treue zu unserem FCE und viele weitere und gesunde Jahre im Kreise deiner FCE-Familie.

Marcus Mädler

Tolles Tor bringt Punkt

Marko Radovanovic erzielt nach klasse Einzelleistung das 1:1 gegen insgesamt bärenstarke Gäste aus Oberried

In den ersten 30 Minuten zogen die Gäste aus Oberried ein regelrechtes Powerplay auf. Mit gut durchdachten Spielzügen, technisch versierten Akteuren und schnellem, exaktem Spiel wurde die Heimelf ein ums andere Mal in die Defensive gedrängt. Man spürte deutlich, dass dies die noch junge FCE-Elf mächtig verunsicherte. So war man nach eigenem Ballgewinn oft überhastet und ungenau in den Zuspielen nach vorne. Das Positivste in dieser Phase war, dass man dem Druck der Gäste mit Glück und Geschick stand hielt und nicht in Rückstand geriet. In den letzten zehn Minuten vor der Pause hatte der FCE dann einige gute Spielzüge im Repertoire und kam seinerseits zu Chancen, na ja, eher zu Halbchancen. Nach tollem Antritt von Jakob Grießbaum aus der Tiefe des Raumes konnte dieser nur durch ein Foul kurz vor dem Sechzehner gestoppt werden. Den fälligen Freistoß schoss Jeremia Gass satt und knapp vorbei. Immerhin hatte sich die Elf von Trainergespann Christian Rees und Mario Rombach vor der Pause etwas vom Druck der Gäste befreit und schnupperte Morgenluft. Nach dem Seitenwechsel führte eine einstudierte Ecke (die auch in Halbzeit eins schon mehrfach zu sehen war), mit einer Kopfballverlängerung vom kurzen Pfosten aus ins Zentrum, zum Führungstreffer für Oberried durch den starken Axel Damjanov (52. Minute). Nun schien es fast unmöglich, dieses Heimspiel nicht zu verlieren. Die Kräfteverhältnisse schienen eindeutig. Doch dann kam der Auftritt von Marko Radovanovic. Er zog von der Seitenlinie nach innen, schüttelte dabei zwei Gegenspieler ab und zog danach aus 18 Metern von halblinks mit einer solchen Wucht ab, dass der Ball unhaltbar im Tor landete. Dieser Treffer war einem unbändigem Willen geschuldet, mit viel Klasse erzielt, aber vor allem auch deshalb ganz besonders, weil Marko Radovanovic sich zuvor als einzige Spitze gegen jeweils mehrere Gegenspieler ständig auf aussichtslosem Posten aufreiben musste. Dann solch ein Ding rauszuholen war schlicht überragend. Und der Treffer zum 1:1 zeigte auch Wirkung. Nun wogte das Spiel hin und her. Bei einem Tempogegenstoß spielte sich Jakob Grießbaum klasse durch und scheiterte mit seinem Schuss aus 20 Metern nur knapp. Er hätte allerdings in dieser Situation auf den völlig freien Torjäger Marko Radovanovic spielen müssen, anstatt selbst zu schießen. Nun wackelten die sonst souveränen Gäste. Die Schlussphase der Partie gehörte aber wieder Oberried, das sich nicht mit einem Unentschieden zufrieden geben wollte. Bei einer ganzen Serie von Eckbällen brannte es lichterloh im Emmendinger Strafraum. Jakob Grießbaum klärte auf der eigenen Torlinie reflexartig mit dem Außenrist nach einem Kopfball, der die sichere Führung für die Gäste bedeutet hätte. Ach Carsten Schmitz im Kasten des FCE spielte erneut prima und hielt wichtige Bälle sicher. Am Ende war das 1:1 gegen einen größtenteils bärenstarken Gegner (die bis dato stärkste Mannschaft, auf die der FCE in dieser Bezirksliga-Saison getroffen ist) doch viel wert, da man sich auch in höchster Not nicht hatte unterkriegen lassen. Einen großen Anteil daran hatte auch Abwehrchef Jeremia Gass, der eine tolle, fehlerfreie Partie ablieferte und immer zur Stelle war, wenn es brannte.
Der FCE spielte mit: Schmitz, Schellinger, L. Züfle, Gass, Hellwig, B. Züfle, Grießbaum, Engler, Baumer (Kemmet), Reick  (Gretz), Radovanovic

Michael Zäh

Vogelwild, voller Emotionen

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Der FCE trennt sich in Freiamt-Ottoschwanden vor toller Kulisse mit einem für beide Seiten verdienten 2:2 vom robusten Derbygegner 
 
In den ersten 15 Minuten schien es so, als wollten die Hausherren das FCE-Team mit aggressivem, gut organisiertem Pressing regelrecht „auffressen“. Im Spiel nach vorne hatte kein FCE-Spieler auch nur ein bisschen Raum, Zeit oder Luft zum Atmen. Bei eigenem Ballbesitz zeigte Freiamt-Ottoschwanden zudem, dass gute, gestandene Fußballer in ihren Reihen standen, die konsequent schnörkellos ihre Angriffe vortrugen. Allerdings war die Defensivreihe des FCE aufmerksam und ließ zunächst ebenfalls wenig zu. Nach knapp 20 Minuten hatte dann das Costa-Team die erste gute Torchance der Partie, als ein gut gezirkelter Freistoßball von Tim Baumer auf der Oberkante der Latte landete. Danach gestaltete die Costa-Elf die Partie offener und gewann ihrerseits mehr Zweikämpfe. Freiamt-Ottoschwanden hatte dennoch zwei hochkarätige Torchancen nach scharfen Hereingaben und der FCE in dieser Phase Glück. So endete die erste Halbzeit vor toller Kulisse und in einer emotional mitreißenden Atmosphäre torlos, weil es eher wenige durchdachte Spielzüge gab, aber viel Kampf und Leidenschaft. Nach dem Seitenwechsel ging es dann munter zur Sache. Zuerst setzte sich Tim Reick auf der linken Seiten durch und passte auf Marko Radovanvic, der sofort aus der Drehung abzog und nur knapp am Torhüter der Gastgeber scheiterte. Kurz darauf hatte Freiamt-Ottoschwanden nach einem Eckball den Führungstreffer auf dem Fuß (und viele Zuschauer den Torjubel schon auf den Lippen), doch der FCE-Torjäger Marko Radovanovic rettete in dieser Situation für seinen bereits geschlagenen Torhüter auf der eigenen Torlinie. Kurz darauf erzwang Tim Baumer ein Eigentor der Hausherren (54. Minute), das für Entsetzen auf den heimischen Rängen sorgte. Nur eine Minute später steckte Steffen Kemmet den Ball perfekt auf Marko Radovanovic durch, der seine Geschwindigkeit und seine Technik ausspielte und eiskalt der 2:0 für den FCE erzielte (55.Minute). Nach diesem Doppelschock hingen die Gastgeber kurz durch, bis sie schließlich durch einen überaus unnötigen Ballverlust eines FCE-Spielers nach einem leichtsinnigen Dribbling an der eigenen Strafraumgrenze, das prompt verloren ging, wieder aufgebaut wurden. Dadurch entstand nämlich das 1:2 in der 59. Minute. Nun lebte die Kulisse so richtig auf und machten die Gastgeber reichlich Druck. Bei sich bietenden Kontergelegenheiten spielte der FCE zu ungenau und vergab so die Chance auf eine Vorentscheidung. Nach einem feinen Hackentrick, mit dem allerdings zwei FCE-Verteidiger düpiert wurden, fiel schließlich der Ausgleich zum 2:2, der frenetisch gefeiert wurde (72. Spielminute). In der Folge wurde die Partie oft vogelwild, weil insbesondere beim FCE die taktische Ordnung nicht eingehalten wurde und es dadurch zu etlichen entscheidenden Duellen, Mann gegen Mann, in der hintersten Reihe kam. Positiv könnte man sagen: Weil der FCE selbst unbedingt den späten Siegtreffer wollte, riskierte er auswärts, den einen Punkt zu verlieren. Negativ gesehen ist es jedoch ein naives Spielverhalten, wenn kaum noch ein Spieler seine Position hält und dadurch dann fünf, manchmal sechs Spieler vor dem Ball sind, auch die „Sechser“, die doch eigentlich absichern sollten. Am Ende gab es ein für beide Seiten verdientes Unentschieden in einem stimmungsvollen Derby. 
Der FCE spielte mit: Schmitz, Schellinger (Weißkopf), Bruhn, Elatre, Gass, L. Züfle, Gretz (Schmidt), Reick (Hellwig), Baumer, Kemmet (Grießbaum), Radovanovic.
 
Michael Zäh