FCE verabschiedet sich aus dem Jahr 2018 mit einer Niederlage

Gegen den SV Kirchzarten mit 0:2 unterlegen

Was eint die deutsche Fußballnationalmannschaft mit der ersten Mannschaft des FC Emmendingen? Beide haben in 2018 ein sportliches Seuchenjahr hinter sich. Was die Leistungen beim Löw-Team mit Vorrundenaus bei der WM und der Abstieg in der Nations-League für die deutsche Fußballseele an Frustration auslöste, ist auf natürlich kleinerer Basis auszumachen was der treue FCE-Anhänger in 2018 mit seinem Team miterleben mußte. Schon die Spiele in der Rückrunde in der ersten Jahreshälfte noch unter der Regie von Dino Saggiomo verlangte an Geduld und Verständnis alles dem treuen Fan ab. Nach großem Umbruch an der Spielerfront und einer deutlichen Verjüngung des Teams mit vielen Eigengewächsen und unter der Ägide eines völlig neuen Trainerteams startete die neue Saison im Sommer mit viel Verve und Zuversicht. Nach anfänglich schönen Erfolgen gerade im Verbandspokal keimte die Hoffnung bei jedem FCE-Freund, das „läuft“. Nach Schlußpfiff des letzten Spiels in 2018 vor spärlicher Kulisse von weniger als 100 Zuschauern auf dem FCE-Kunstrasen gegen den SV Kirchzarten stand eine 0:2 Niederlage in einem schwachen Landesligaspiel. Die Enttäuschung über dieses Spiel stand Trainer Mark Costa stellvertrend für den ganzen Rundenverlauf noch lange nach dem Schlußpfiff im Gesicht geschrieben. Mit mageren 7 Punkten steht das Team abgeschlagen zur Winterpause auf dem letzten Platz in der Landesliga. Zeigte die Leistungskurve zwar in den letzten Spielen etwas nach oben, ist es viel zu wenig um in der Liga den Anschluß ans rettende Ufer herzustellen. Das Spiel gegen ebenfalls keinesfalls überzeugende Kirchzartener war eine Blaupause für nahzu alle Spiele in dieser Saison. Die sich wenig bietenden sehr guten Torchancen werden vom FCE-Team nicht genutzt (so in Hälfte eins zwei mal freistehend eines FCE-Angreifers vor dem gegenerischen Gehäuse) und hinten fängt man sich durch einfache Fehler die Gegentreffer und gerät dadurch auf die Verliererstraße. Das junge Team ist nicht in der Lage, dann den Druck nach einem Rückstand so aufzubauen, das das Spiel doch noch umgebogen werden kann. So stand auch im letzten Spiel des Jahres eine enttäuschende Niederlage für das Team und seinen Anhang. Was macht Hoffnung für 2019? Das jetzt Pause ist und es sportlich nur besser werden kann wie im Seuchenjahr 2018 – eben wie auch beim DFB-Team ……

Marcus Mädler

FCE kehrt ohne Punkte vom Derby aus Wyhl zurück

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Trotz Halbzeitführung steht Costa-Team am Ende mit leeren Händen da

Die für ein Derby spärliche Kulisse auf dem Wyhler Kunstrasenplatz sah bei angenehmen Herbsttemperaturen ein temporeiches und gutes Landesligaspiel mit vielen Torraumszenen auf beiden Seiten. In der Anfangsphase der Partie zeichnete sich der an diesem Tag sehr gut aufgelegte FCE-Torhüter Stefan Lohrer als sicherer Rückhalt seines Teams aus. Mit zunehmender Spieldauer wurden auch die Angriffsbemühungen des Costa Teams zielstrebiger. Man merkte dem Team an, nach dem ersten Dreier der Saison aus der Vorwoche gegen Bad Bellingen auch in diesem Spiel unbedingt den Punktekontostand in der Tabelle verbessern zu wollen. In der 29. Minute Torjubel des FCE-Anhangs. Mit einem beherzten Sonntagsschuß am Samstagnachmittag vom sehr einsatzfreudigen und agilen Kerem Aytekin ging das junge FCE-Team in Führung. Der FCE-Anhang hatte nochmals den Torschrei schon auf den Lippen kurz vor der Halbzeitpause. Völlig freistehend vor dem Wyhler Gehäuse traf Moritz Bange statt zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 2:0 allerdings nur den Torpfosten. Mit der knappen Halbzeitführung war klar, dass der Gastgeber mit entsprechendem Druck aus der Pause kommen wird. So war es dann auch. Und jetzt zeigte sich leider deutlich, was der jungen Costa Elf einfach noch fehlt. Es wurde sehr wild im Abwehrverbund und zahltreiche individuelle Fehler ergaben mehr und mehr Torchancen für die Wyhler Angreifer. Wieder war es Stefan Lohrer im Kasten, der hielt was es zu halten gab und einmal stand auch Wyhl das Gebälk für einen Treffer im Weg. Glück hatte der FCE, als der gut leitende Schiedsrichter Buuck aus Bad Krozingen bei einer elfmeterwürdigen Aktion im Strafraum nicht auf Strafstoß entschied. Aber selbst in diese Drangphase der Heimelf nach der Pause hatte der FCE seine wenn auch wenigen guten Chancen selbst einen Treffer bei gut vorgetragenen Tempogegenstößen zu erzielen. Ein Doppelschlag in der 62. und 67. Minute drehte schließlich das Spiel. Jetzt war es wieder die Costa-Elf, die dem Rückstand hinterherlaufen mußte. Das Bemühen konnte man der jungen Truppe wahrlich nicht absprechen. Die Hereinnahmen der beiden Sturm-Youngster Ousman Jasseh und Michael Purosov brachten auch nochmals frischen Impuls, beide hatten mit ihren knappen Abschlüssen aber leider Pech. In der Nachspielzeit gab es aus aussichtsreicher Position nochmals eine gute Freistoßmöglichkeit zum möglichen alles in allem verdienten Ausgleichstreffer. Aus dieser zu leichtfertig vertanen Chance entwickelte sich aber sogar der Konter für die Gastgeber zum 3:1 Endstand.
Der FCE spielte mit: Lohrer, Gass, Wormuth (58. Min. Gretz), Bange (68. Min. Jasseh), Aytekin (77. Min. Purosov), Kreutner, Ulubiev, Remmersmann, Gutjahr, Coric, Hader
Vorschau: Samstag, 01.12.2018 um 14:30 Uhr letztes Spiel in 2018 gegen den SV Kirchzarten auf dem Kunstrasenplatz im Elzstadion

Marcus Mädler

 

Neue Trainingsbekleidung für die Erste Mannschaft

Spende der Kloster Apotheke Jestetten, Inh. Jörg Hader, sorgt sofort für 3 Punkte !

Dank einer großzügigen Spende der Kloster Apotheke Jestetten, deren Inhaber Jörg Hader – der Vater unseres Spielers Jonathan Hader – ist, wurde der gesamte Kader unserer Ersten Mannschaft kürzlich mit neuen Trainingspullis ausgestattet. Da das Team das darauf folgende Punktspiel mit 3:0 gewann, werden Nachahmer dringend gesucht.

Das Foto zeigt die Mannschaft mit der neuen Bekleidung. Das begeisterte Team bedankt sich sehr herzlich bei Herrn Hader.

Bericht: Renzo Düringer
Foto: Mark Costa

Erster Dreier, voll verdient!

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 Der FCE startet mit einem 3:0-Sieg über Bad Bellingen in die Rückrunde
Es war noch nicht einmal eine Minute gespielt, da brachte Kazbek Ulubiev die Costa-Truppe mit 1:0 in Führung. Was für ein Kontrast zu vielen Partien in der Hinrunde, als der FCE in der Anfangsphase mit klaren Tormöglichkeiten Pech hatte und danach die Gegentore fing und verlor! Auch das Hinspiel in Bad Bellingen zum Saisonstart war damals so gewesen, dass man in der ersten Halbzeit hochkarätigste Chancen heraus spielte und vergab, um dann in Halbzeit zwei ausgekontert zu werden. Nun also war zum Start in die Rückrunde alles anders und zeigte sich der FCE wie schon in den letzten Partien deutlich stabiler und gefestigter. Nach der frühen Führung spielte der FCE souverän von hinten heraus, wo die zwei Felix (nämlich die Innenverteidiger Felix Wolf und Felix Remmersmann) gut miteinander harmonierten und die FCE-Truppe insgesamt zunächst kaum Torchancen für die Gäste zuließ. Nach vorne setzte das Costa-Team immer wieder temporeiche Nadelstiche und hatte Pech, als ein Gästespieler gerade noch so auf der eigenen Torlinie für seinen bereits geschlagenen Torhüter klärte. Auch ein fulminanter Distanzschuss des insgesamt wieder sehr starken David Wormuth strich nur Zentimeter über das Gästegehäuse. Als Bad Bellingen dann nach einer knappen halben Stunde zu zwei guten Chancen kam und man das Bibbern der jungen FCE-Truppe zu spüren glaubte, setzte David Wormuth mit einem Pass in die Tiefe den spielstarken Aldin Coric ein, der in aussichtsreicher Position wüst gefoult wurde. Den fälligen Freistoß verwandelte Kazbek Ulubiev direkt zum 2:0. (29. Minute) und man erinnerte sich an zahlreiche ebenfalls prima getretene Freistöße (wie zuletzt in Freiburg St. Georgen) die dann an Pfosten oder Latte sprangen. Nun war also die lange Pechsträhne für Kazbek Ulubiev vorbei und er hatte zwei Treffer in einer halben Stunde erzielt. Kurz vor der Pause landete dann noch ein Schuss von Kerem Aytekin an der Querlatte des Gästegehäuses. Doch direkt nach der Pause fiel nach einem überragenden Spielzug das vorentscheidende 3:0 für den FCE. Ausgangspunkt war ein Antritt von Kerem Aytekin, der dann den Ball in den Lauf von Kazbek Ulubiev spielte und dessen Querpass Aldin Coric trocken und flach ins Eck verwandelte. In der Folge kontrollierte die Costa-Elf weitgehend die Partie und erspielte sich noch einige gute Torchancen. Bei einem erneut gekonnten Abschluss von Aldin Coric hatte der Gäste-Keeper bei seiner Schienbeinabwehr mehr Glück als Verstand. Somit war der erste Dreier der Saison voll verdient, ist aber trotz allem nicht mehr als ein Anfang, aus dem tiefen Keller vielleicht doch noch empor zu steigen.
Der FCE spielte mit: Lohrer, Hader, Remmersmann, Wolf (Gass), Kreutner, Gutjahr, Wormuth, Aytekin (Gretz), Coric (Grießbaum), Ulubiev, Jasseh (Bange)
Michael Zäh 

Hoch verdienter Punkt

 
Beim 0:0 in Freiburg-St.Georgen spielte der FCE geradezu souverän, nutzte aber seine Torchancen nicht 
Die Auftritt der Costa-Elf war in der ersten Halbzeit in allen Mannschaftsteilen sehr souverän. Wenn man nicht gewusst hätte, dass der FCE bis dato in der gesamten Vorrunde noch keinen Sieg geholt hat, hätte man von einem selbstsicheren Spiel einer ambitionierten und technisch versierten Mannschaft gesprochen. Der FCE dominierte die Partie mit klarem Spielaufbau von hinten heraus. Die Schaltzentrale im Mittelfeld mit Jo Gutjahr (der außerdem wieder den Grätschenkönig gab) und David Wormuth hatte die Partie gut im Griff, vorne überzeugte der leichtfüßige Ousman Jasseh mit starken Dribblings und wirbelte zusammen mit dem technisch ganz starken Aldin Coric die gegnerische Defensive durcheinander. Allerdings sausten die Abschlüsse zumeist deutlich am Tor der Gastgeber vorbei. In der 43. Spielminute gab es dann die Torchance hoch drei für den FCE. Kazbek Ulubiev zirkelte den Ball nach einem Freistoß mit Wucht an die Unterkante des St. Georgener Gehäuses. Nachdem also der Ball von der Unterkante auf den Rasen geprallt war, setzte (der insgesamt bärenstarke) Felix Remmersmann per Kopfball nach (wobei dieser schwer zu setzen war, weil der Ball quasi in der Luft stand) und traf dabei erneut die Torlatte der Gastgeber. Im Nachsetzen dieses erneut abspringenden Balls behinderten sich zwei FCE-Spieler dann im Übereifer gegenseitig. Es war wie verhext. Direkt vor dem Pausenpfiff kam dann St. Georgen zur ersten Topchance. Nach einem Kopfball aus acht Metern tauchte FCE-Keeper Stefan Lohrer fantastisch ins rechte Toreck ab und fischte den Ball ganz tief unten raus. Das war eine Sensationsparade, die hier eine völlig unverdiente Führung der Gastgeber verhinderte. In der zweiten Halbzeit erspielte sich das Costa-Team noch einige Torchancen, meist mit Kopfbällen nach Flanken, die ihr Ziel knapp verfehlten.  Einmal lief Kerem Aytekin mit Tempo auf das gegnerische Tor zu und wollte dann den Ball noch einmal quer legen, anstatt selbst den Abschluss zu suchen. Und ein weiteres Mal verfehlte Kazbek Ulubiev erneut mit einem direkt getretenen Freistoß nur knapp das Ziel. Desto länger das Spiel dauerte, desto mehr boten sich aber auch den Gastgebern Konterchancen, da das junge FCE-Team den ersten Saisonsieg unbedingt einfahren wollte und dabei die defensive Ordnung etwas vernachlässigte. Das torlose Remis war am Schluss hochverdient und ein Sieg wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. 
Der FCE spielte mit: Lohrer, Hader, Fass, Remmersmann, Kreutner, Gutjahr, Wormuth, Aytekin, Coric (Gretz), Ulubiev (Bange), Jasseh
Michael Zäh

Kampfgeist und Moral stimmten

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 Der FCE verliert gegen abgeklärte Gäste aus Hausen  mit 0:2
Das Spiel begann wie so einige zuvor. Bereits in der vierten Spielminute war die FCE-Defensive nach einem etwas zu kurzen „Abschlag“ vom eigenen Torhüter nicht gut sortiert und verhielten sich außerdem in der Folge einige FCE-Spieler im entscheidenden Zweikampf zu naiv, sodass der Hausener Oguz Gök die frühe Führung für die Gäste erzielte (4. Spielminute). Danach allerdings war doch einiges anders als in so manchen Spielen zuvor. Das Emmendinger Team präsentierte sich kämpferisch und laufstark, immer wieder vom FCE-Trainer Mark Costa lautstark angefeuert. So war die Leistung des jungen FCE-Teams nach dem frühen Rückstand durchaus imponierend. Nach 18 Minuten war Kerem Aytekin in vorderster Linie mit einem schlauen Ballklau erfolgreich und lief danach mit höchster Geschwindigkeit allein auf das Gästetor zu. Seinen Schuss aus halblinker Postion hielt der Gästekeeper mit etwas Glück, da der Ball von seinen Armen noch an die Unterkante der Latte sprang. Die junge FCE-Truppe gab weiter Gas und in der 28. Minute war es Kazbek Ulubiev, der den gegnerischen Torhüter mit einem Schuss aus 14 Metern zu einer Parade zwang. Dann allerdings hatte Hausen eine Topchance, als ein Gästeangreifer aus knapp fünf Metern per Direktabnahme zum Abschluss kam und FCE-Torhüter Stefan Lohrer den Ball per Glanzparade abwehrte (mit Kopf und Nase, aber eben dem Ball standhaft entgegen gestanden). Insgesamt war der FCE in der ersten Halbzeit mindestens ebenbürtig. Nach der Pause allerdings passierte erneut etwas, das man in dieser Saison beim jungen FCE-Team schon öfters erleben musste. Hausen ging nach einem zunächst abgeblockten Schuss mit 2:0 in Führung, weil Oguz Gök einfach wacher (und mit 31 Jahren auch deutlich älter, ergo: erfahrener) war als seine mutmaßlichen Bewacher auf der rechten Abwehrseite des FCE. Nach dem 0:2 (51. Spielminute) war der Mut der Costa-Truppe gebrochen, ohne dass sich das Team allerdings hängen ließ. Insgesamt war die 0:2-Niederlage am Ende nicht etwa Ausdruck dessen, dass die FCE-Elf  schlechter gewesen wäre als der Gegner (der ja eine gute Saison im oberen Tabellenbereich spielt), sondern war es einfach nur so, dass Hausen in den entscheidenden Situationen (bei beiden Treffern) vorne abgeklärter war, und umgekehrt die FCE-Spieler ihre Chancen eben nicht nutzten. Kampfgeist, Moral und Einsatz stimmten allerdings trotz der erneuten Niederlage.
Der FCE spielte mit: Lohrer, Hader, Fass, Wolf, Kreutner, Wormuth, Aytekin (Bange), Jasseh, Gretz (Gutjahr), Ulubiev, Engler (Coric)
Michael Zäh

Auf wundersame Weise

 
 Der FCE holt trotz grotesker Gegentore und einem 1:3 Rückstand mit viel Moral noch ein 3:3 gegen Untermünstertal
Bei regnerischem Wetter entwickelte sich ein ansehnliches Kampfspiel, in dem die Costa-Elf die erste gute Torchance in der siebten Spielminute hatte. Nach Pass von David Wormuth auf Aldin Coric legte dieser den Ball perfekt in die Gasse auf Ousman Jasseh, der von der rechten Seite in den Strafraum eindrang und mit links abschloss. Der Ball kullerte nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Praktisch im direkten Gegenzug fiel das 0:1 nach einem Abspielfehler des FCE am eigenen Sechzehner und anschließendem fehlerhaften Zweikampfverhalten mehrerer FCE-Akteure. Zwei Grüne aus Untermünstertal spielten hier fünf Weiße schwindelig. Die Costa-Elf gab nach dem Treffer allerdings nicht auf, sondern versuchte weiterhin zu Torchancen zu kommen. Nach einem tollen Schuss von Denis Gretz musste der Gästetorhüter sein ganz Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern. Kurz darauf fiel aber das 1:1 in eher kurioser Weise: Nach langem Ball wiederum von Denis Gretz (der insgesamt eine sehr starke Partie bot) köpfte ein Abwehrspieler von Untermünstertal den Ball zurück zum eigenen Torhüter, der jedoch auf dem schmierigen Geläuf ausrutschte. Ousman Jasseh schaltete am schnellsten, setzte beherzt nach und drückte den Ball aus spitzem Winkel über die Linie (22. Minute). Bevor bei der Mannschaft die Freude über das erste eigene Tor nach vier torlosen Pflichtspielen so richtig ankommen konnte, fiel auf der Gegenseite schon wieder das 1:2 (25.Minute). Die Entstehung dieses Tores war symptomatisch: Nach geblocktem eigenen Schussversuch setzten die Gäste zum Konter an. Der FCE war allerdings deutlich in Überzahl und etliche Spieler wetzten auch im Vollsprint zurück. Dennoch kam eine Flanke ausgerechnet auf den Kopf eines Gästespielers, man könnte sagen: Zwei Grüne überspielten sechs Weiße. Und dann war der folgende Kopfballaufsetzer auch noch haltbar. Wer nun aber dachte, dass dieses Gegentor wohl nicht mehr zu überbieten sei, durfte sich wenige Minuten später verwundert die Augen reiben. Nach einer flach getretenen Ecke trudelte der Ball auf wundersame Weise an mehreren FCE-Spielern vorbei in die Mitte, wo der Untermünstertäler Mario Carla auch noch die Freiheit hatte, den Ball mit der Hacke zum 1:3 zu versenken (29. Minute). Alle drei Gegentore waren einfach nur grotesk. Doch das Costa-Team machte trotzdem weiter, immer wieder vom klug spielenden David Wormuth angetrieben. Zunächst landete ein Heber aus 30 Metern von Ousman Jasseh noch über der gegnerischen Querlatte. Dann erzielte der starke Aldin Coric nach Zuspiel von Kazbek Ulubiev ein Traumtor in den Winkel (74. Minute). Kaum war der Jubel darüber verklungen, setzte Julian Engler mit einem satten Flachschuss aus 20 Metern noch einen drauf und erzielte das 3:3 (76. Minute). In der turbulenten Schlussphase hatte zunächst Ousman Jasseh nach einem tollen Spielzug noch die Möglichkeit zum Siegtreffer (der Ball rutschte ihm über den Spann), bevor der FCE nach einer gelb-roten Karte in Unterzahl geriet und bei einem kuriosen Lattentreffer der Gäste auch mal Glück hatte. So blieb es beim ersten Punktgewinn nach langer Zeit, den sich die leidenschaftlich kämpfende FCE-Truppe auch verdient hatte. Stark war vor allem, dass die Spieler trotz zahlreicher eigener Fehler nie den Kopf runter nahmen, sondern gemeinsam gegen das Schicksal grotesker Gegentreffer ankämpften.
Der FCE spielte mit: Lohrer, Hader, Fass, Remmersmann, Kreutner, Wormuth, Gretz, Aytekin (Ulubiev), Coric (Wolf), Jasseh, Engler (Bange)
Michael Zäh

Keine Punkte beim Freiburger FC II für das Landesligateam

Am Ende eine 0:4 Niederlage im Dietenbachpark gegen ehemaliges Team von Trainer Mark Costa

Nach den letzten drei Pflichtspielniederlagen mit jeweils 0:5 Toren und einer ganz schwachen Mannschaftsleistung, befürchteten die FCE-Anhänger schon das Schlimmste, als der Ex-Jugendspieler des FCE – Marko Radovanovic – bereits nach zwei Minuten zur Freiburger Führung einnetzte. Das FCE-Team ließ sich aber keinesfalls hängen und anders als in den Begegnungen zuvor wurden die Bälle erobert und ging es mit sehenswerten Kombinationen in Richtung gegnerischen Strafraum. Schade, dass der Schiedsrichter nach Blickkontakt zu seinem Assistenten an der Außenlinie einen möglichen Handelfmeter und den eventuellen Ausgleich dem FCE verwehrte. Mit dem zweiten Angriff des Freiburger FC dann auch der zweite Treffer mit einem knallharten Schuß von der Strafraumgrenze unhaltbar unter die Latte des FCE-Gehäuses. Trotz vieler Bemühungen und gefälligen Aktionen war Ex-FCE Schlußmann Marco Preuss im Kasten der Gastgeber nahezu beschäftigungslos. Ein gefährlicher Schuß vom gut aufgelegten Ousman Jasseh strich knapp am Pfosten vorbei. In Hälfte zwei das gleiche Bild. Das FCE-Team spielte keineswegs wie ein abgeschlagenes Team am Tabellenende, allerdings auch ohne die nötige Durchschlagskraft in den Offensivaktionen um einem Spitzenteam der Liga wie dem FFC II gefährlich werden zu können. Man hatte als Betrachter des Spiels auch immer das Gefühl, der FFC könne wenn nötig noch eine Schippe drauf legen. So fielen dann auch noch zwei weitere Treffer in Hälfte zwei. Der beste Spieler auf dem Platz an diesem Tag Marko Radovanovic krönte seine sehr gute Leistung mit den Treffern zwei und drei zum Endstand von 4:0. Wieder einmal mehr also keine Punkte für die tapfer sich wehrenden FCE-Kicker und kein Torerfolg im vierten Pflichtspiel in Folge. Eine hoffnungsvolle Erkenntnis aber bleibt nach den 90 Minuten in Freiburg: die Mannschaft lebt und keineswegs  sind nach dieser langen Durststrecke an Misserfolgen Auflösungserscheinungen zu erkennen. Am kommenden Samstag gastiert der Aufsteiger Untermünstertal im Elzstadion. Mit gleichem Einsatz wie in Freiburg wird das Costa-Team auf keinen Fall kampflos die Punkte dem Gegner überlassen.

Der FCE spielte mit: Lohrer, Fass, Jasseh, Wormuth (65. Gretz), Aytekin, Remmersmann, Engler, Gutjahr (46. Kreutner), Coric, Häringer, Hader

Marcus Mädler

Unterlassene Hilfeleistung

 

 Der FCE verliert in Au-Wittnau nach guter erster Halbzeit noch mit 0:5, weil die Spieler anfingen miteinander zu hadern
In der ersten Halbzeit spielte die Costa-Elf konzentriert und überzeugte vor allem im kämpferischen Bereich. Es wurde energisch in die Defensivzweikämpfe gegangen und  man half sich gegenseitig. So war von den Gastgebern aus Au-Wittnau im Emmendinger Strafraum recht wenig zu sehen, während der FCE selbst zwei ordentliche Chancen heraus spielte. Ein Distanzschuss von Julian Engler und vor allem eine tolle Direktabnahme von Frederic Fass nach einer Ecke hätten gut und gerne die Führung bedeuten können. In dieser ersten Halbzeit fielen einige FCE-Spieler positiv auf, wie etwa der unermüdlich anlaufende Ousman Jasseh, der auch mit Ball starke Szenen hatte. Angesichts der letzten Spiele und den schlechten Ergebnissen daraus imponierte die mannschaftliche Geschlossenheit der Costa-Truppe. Und zwar genau bis zur 43. Spielminute. Da gab es einen (eher unnötig verursachten) Freistoß für Au-Wittnau fast an der Eckfahne. Alle FCE-Spieler kamen auch in den Strafraum zurück, wie es sich gehört. Doch der Wittnauer Lucas Gutmann zog den Ball flach aus diesem spitzen Winkel direkt aufs Tor und traf zum 1:0. Natürlich handelte es sich bei diesem Treffer um einen Torwartfehler. Doch die direkte Reaktion irritierte: Einige FCE-Spieler schlugen sich laut fluchend die Hand vor die Stirn und distanzierten sich auf diese Weise öffentlich von ihrem Mitspieler, der den Fehler begangen hatte. Die emotionale Wut über ein unnötiges Gegentor ist verständlich, wenn man zuvor 43 Minuten bravourös gekämpft hatte, um eben die Null zu halten. Wohin es aber dann führt, wenn Spieler glauben, die Schuld bei anderen suchen zu müssen, zeigte sich dann in der zweiten Halbzeit. Denn sämtliche weiteren Gegentore waren auf unterlassene Hilfeleistung zurück zu führen, immer mit einer ganzen Fehlerkette und nicht etwa nur die Schuld eines einzelnen Spielers. Beim 0:2 wurde die Flanke nicht verhindert (was auch schwer war), dann kam der Torhüter nicht raus (obwohl der Ball ewig in der Luft war) und waren sich schließlich zwei Innenverteidiger nicht einig, wer den anstürmenden Patrick Steiert denn nehmen soll, der dann ungehindert einköpfte (49. Minute). Beim 0:3 wurde der Flankengeber gar nicht erst wirklich angegriffen und war in der Mitte der Torschütze erneut völlig frei (59.). Man durfte dann beobachten, wie der FCE-Spieler, der außen nicht angegriffen hatte sich gestenreich über die mangelnde Verteidigung in der Mitte beschwerte. Beim 0:4 blieben gleich drei FCE-Spieler im Strafraum dem entscheidenden Zweikampf fern, statt sich zu helfen und energisch drauf zu rücken (61.). Das 0:5 war dann fast schon ein Sinnbild der Selbstaufgabe, als der dreifache Torschütze Steiert überrascht feststellte, dass er zentral im Strafraum den Ball annehmen durfte, ohne jegliche Gegenwehr zu befürchten (87.). Fazit: Die ersten 43 Minuten haben gezeigt, dass man absolut mithalten kann, solange man kämpferisch als Team auftritt. Die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass man nicht einmal im Ansatz konkurrenzfähig ist, wenn man lieber mit dem Mitspieler hadert anstatt ihm zu helfen.
Der FCE spielte mit: Lohrer, Hader, Fass, Remmersmann, Wolf (Kreutner), Gutjahr (Ulubiev), Wormuth, Häringer, Bange (Aytekin), Engler, Jasseh (Gretz)
Michael Zäh

Im freien Fall

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Beim 0:5 gegen den VFR Rheinfelden bricht die Costa-Elf komplett zusammen
Wie bei einer Blaupause war es auch dieses Mal so, dass der FCE die erste dicke Torchance schon nach drei Minuten hatte. Ein direkt getretener Freistoßball von Kazbek Ulubiev klaschte an den Pfosten. In der ersten Halbzeit hatte der FCE das Spiel lange im Griff und war von Rheinfelden nach vorne fast gar nichts zu sehen. In dieser Phase spielte David Wormuth im FCE-Mittelfeld eine ganz starke Partie und verteilte klug die Bälle. Zu weiteren klaren Torchancen reichte es aber nicht mehr. In der 38. Minute zappelte der Ball nach einer Ecke dann plötzlich in den Tormaschen des FCE. Dieses 0:1 kam wie aus dem Nichts und war einmal mehr ein viel zu leicht gemachtes Gegentor. Die FCE-Spieler hatten kaum Gelegenheit, den Schock über diesen Rückstand zu verdauen, da erzielte der Rheinfeldener Simon Kleiner mit einem Sonntagsschuss aus 40 Metern auch schon das 0:2 (40. Minute). In der zweiten Halbzeit fielen dann schnell die Gegentore zum 0:3 (56. Minute) und 0:4 (60.Minute), jeweils nach haarsträubenden Fehlern beim FCE. Danach wurde ein halbstündiges aussichtsloses Landesligaspiel runter gespult, nur unterbrochen vom 0:5 (75. Minute). Nach ansehnlichen ersten 38 Minuten war die Costa-Elf mit dem ersten Gegentreffer völlig in sich zusammen gebrochen und spielte danach ohne Herz, ohne Plan und ohne Elan. Der FCE befindet sich derzeit im freien Fall.
Der FCE spielte mit: Lohrer, Hader, Fass, Remmersmann, Wolf, Gutjahr (Kreutner), Wormuth, Ulubiev, Häringer (Aytekin), Jasseh (Coric), Engler (Bange)
Die nächste Begegnung: bereits am Freitag, 12.10.2018 um 19:00 Uhr beim SV Au-Wittnau
Michael Zäh

Geschlossenheit fehlt

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 Der FCE verliert das Pokalspiel gegen Donaueschingen mit 0:5
Gleich in der zweiten Spielminute gab es die erste gute Chance für den FCE, als Julian Engler aus der Drehung abzog. Der Torhüter der Gäste klärte in Handballmanier mit der ausgefahrenen Fußspitze. In der ersten Viertelstunde gab es weitere Offensivaktionen der Costa-Elf, die vom Ansatz her vielversprechend waren, denen aber die letzte Genauigkeit fehlte. Danach übernahmen die starken Gäste eindeutig das Kommando und erspielten sich einige gute Torgelegenheiten. Dies führte schließlich zum 0:1 für Donaueschingen per Strafstoß (27. Minute), der äußerst unglücklich verursacht worden war. Nach der Pause war es wieder der FCE, der die erste gute Torchance hatte. Dieses Mal war es Moritz Bange, von Julian Engler wunderbar frei gespielt, der mit seinem Schuss aus 14 Metern am gegnerischen Torhüter scheiterte. Doch danach hatten erneut die Gäste deutlich mehr vom Spiel. Nach dem 0:2 in der 57. Minute war die Partie gelaufen. Was danach kam, war vor allem Hilflosigkeit und Verzweiflung bei der jungen FCE-Truppe, die nun aber auch wirklich gar nichts mehr zustande brachte. Weil man es dazu auch noch an Geschlossenheit fehlen ließ, durfte Donaueschingen das Ergebnis auf 0:5 hochschrauben. Wer dieses Pokalspiel vor dem inneren Auge mit dem sensationellen Poklafight vor wenigen Wochen gegen Stadelhofen verglich, mochte nicht glauben, dass er nahezu dieselbe FCE-Elf spielen sah. Das verlorene Selbstvertrauen kann nur zurück kehren, wenn das Team eng zusammen hält und gerade auch in der schwierigen Situation der eine dem anderen hilft. Das aber war an diesem Tag nicht der Fall.
Der FCE spielte mit: Goette, Hader, Fass, Gutjahr, Gashi (Kreutner), Häringer, Aytekin (Gretz), Coric (Jasseh), Bange (Sezgin), Ulubiev, Engler
Michael Zäh

Schwarze Serie

 
 FCE verliert in Elzach durch ein Tor in der 94. Minute mit 1:2
 
In den letzten Jahren hat der FCE in Elzach immer – mal dramatischer, mal weniger dramatisch – seine Spiele verloren. Dieser schwarzen Serie wurde nun also ein neues Kapitel hinzu gefügt, da der 2:1-Siegtreffer für Elzach erst in der 94. Spielminute, mit der allerletzten Aktion der Partie fiel. Das war eine wahrlich bittere Pille für Team, Trainer und Verantwortliche des FCE. Ehrlicherweise werden aber wohl alle zugeben, dass Elzach in den 94 Minuten das in nahezu allen Belangen klar überlegene Team stellte und sich eine Vielzahl an hochkarätigen Torchancen heraus spielte. Nach der frühen Führung für die Gastgeber, als Torjäger Laurentius Becherer freistehend zum 1:0 einköpfen durfte (14. Minute), gab es unverhofft noch einmal Hoffnung für das Costa-Team, als Julian Engler sich gegen mehrere Gegenspieler behauptete und dann einen Elfmeterpfiff zugesprochen bekam. Den fälligen Strafstoß verwandelte Julian Engler selbst zum 1:1 (21. Minute). Mit etwas Geschick und sehr viel Glück wurde dieses Unentschieden in die Pause gerettet. In der zweiten Halbzeit gab es einen einzigen Sturmlauf der Gastgeber, die aber immer wieder scheiterten, während es beim FCE keine einzige nennenswerte Chance mehr gab. Schließlich reckte der Schiedsrichter drei Finger seiner Hand in die Luft und kündigte drei Minuten Nachspielzeit an. Es war von außen schwer zu ertragen, dass selbst in dieser späten Phase nicht alle FCE-Spieler hinter den Ball kamen, um den Strafraum zu verrammeln und den Punkt zu sichern. Natürlich passte dann auch noch, dass der Schiedsrichter nicht drei, sondern vier Minuten nachspielen ließ und ein Solo des Elzachers Kevin Maier die Niederlage des FCE besiegelte. Bester FCE-Spieler war der kampfstarke Jo Gutjahr, der allein drei, vier Elzacher Chancen vereitelte. Mit Abstrichen wussten auch Frederic Fass, Julian Engler und in der Anfangsphase des Spiels Aldin Coric zu gefallen. Demgegenüber tauchten allerdings auch etliche FCE-Spieler völlig ab und waren daher an diesem Nachmittag in Elzach nicht zu sehen.
Der FCE spielte mit: Goette, Hader, Fass, Wolf, Gashi (Sezgin), Gutjahr, Kreutner, Coric (Jasseh), Häringer, Ulubiev, Engler
Michael Zäh

Völlig unnötige Niederlage

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FCE verliert gegen Tiengen mit 0:2 und ist in der Tabelle weiterhin Schlusslicht
Gleich in der vierten Spielminute bot sich dem FCE eine Torchance allererster Güte. Nicolai Häringer (der dieses Mal auf der Zehn spielte) bekam den Ball an der Strafraumgrenze, nahm ihn mit guter Körpertäuschung mit und kam so aus acht Metern halbrechts vom Tor frei zum Abschluss. Der Ball landete aber am Außennetz. Die Costa-Elf bot in der ersten Halbzeit weiterhin guten Angriffsfußball, oft über Julian Engler auf dem rechten Flügel angelegt, der viel Unterstützung von Jonathan Hader bekam, der hinten rechts agierte. So landete in der 15. Minute eine Hader-Flanke fast im Tor, als Tiengens Torhüter den immer länger werdenden Ball gerade noch so mit den Fingerspitzen wegwischte und der nachsetzende Ousman Jasseh dann einen Schritt zu spät kam. Die nächste Großchance folgte in der 25. Minute, nachdem Jeremia Gass einen Traumball in den Lauf von Julian Engler spielte, der dann perfekt von der Grundlinie auf den frei stehenden Ousman Jasseh zurück legte. Doch der junge FCE-Stürmer zielte beim Abschluss aus sieben Metern auf den kurzen Pfosten, wo der gegnerische Torhüter stand, der dadurch glücklich parierte. (Ein erfahrenerer Abschluss-Stürmer hätte wohl die Ruhe gehabt, den Ball in die völlig leere lange Eck zu schieben). Zwischendurch leistete sich das FCE-Team immer mal wieder haarsträubende Abspielfehler im Mittelfeld, die dann zu Kontern der Gäste führten, die dabei allerdings völlig ungefährlich wirkten. Kurz vor der Pause gab es noch zwei gute FCE-Chancen. Zunächst kam Jonathan Hader nach feinem Hackentrick von Ousman Jasseh in aussichtsreicher Position an den Ball, wurde aber geblockt. Dann flankte der aufgerückte Jeremia Gass nach feinem Dribbling (mehrfach um die eigene Achse, aber erfolgreich) wunderbar punktgenau auf den Kopf von Ousman Jasseh, der relativ frei zwischen zwei Gegenspielern den Ball aber nicht richtig traf, sodass dieser über das Tor flog. Zur Halbzeit hätte das Costa-Team anhand all dieser Chancen deutlich führen können (vielleicht sogar müssen). Nach der Pause änderte sich das Bild. Gleich in der 48. Minute feuerten die Gäste ihren ersten gefährlichen Torschuss ab, der über das FCE-Gehäuse flog. In der 55. Spielminute kam es zu einem offensichtlichen Missverständnis. Einer der Innenverteidiger rückte aus der Viererkette heraus und wollte den Ball 15 Meter in der gegnerischen Hälfte erobern. Als dieses (gut gemeinte, aber taktisch falsche) Unterfangen schief ging, spielte Tiengen einen Flugball ins Zentrum, wo jetzt ja eine Lücke klaffte (auch weil kein anderer FCE-Spieler auf dieser Position aushalf). So kam es, dass der Gästestürmer Sven Maier zentral allein auf das FCE-Tor zulaufen durfte und dieses Geschenk zum Führungstreffer für Tiengen annahm. Danach verkrampfte das Spiel des FCE zusehends, auch wenn das Bemühen und der läuferische Einsatz nicht abzusprechen war. Als erneut Sven Maier eine flache Freistoßhereingabe zum 0:2 ins Netz grätschte (73. Minute), war die Partie im Grunde entschieden. Insgesamt war diese Niederlage, die den FCE in der Tabelle als Schlusslicht vorübergehend schon abgeschlagen wirken lässt, wirklich unnötig. Großchancen vorne liegen gelassen und hinten leichte Gegentore kassiert, sodass ein solide verteidigender aber keineswegs übermächtiger Gegner zu drei Punkten eingeladen wurde.
Der FCE spielte mit Goette, Hader, Fass, Wolf (Gashi), Gass, Gutjahr, Kreutner (Aytekin), Engler (Coric), Häringer, Ulubiev, Jasseh
Michael Zäh

Schwaches Zweikampfverhalten

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 Der FCE verliert das Derby beim FC Teningen mit 1:3
In der ersten Viertelstunde hatte der FCE leichte Feldvorteile und spielte zunächst gefällig nach vorne. Der Gastgeber aus Teningen agierte zunächst abwartend und hatte dann nach einem Weitschuss die erste dicke Torchance der Partie, als FCE-Torhüter Karl Goette den Ball zunächst prallen ließ, dann jedoch beim Nachschuss aus drei Metern bravourös reagierte. Fast im direkten Gegenzug kam die Costa-Elf zu ersten klaren Torchance, als Kazbek Ulubiev im gegnerischen Sechzehner viel Übersicht bewies und den Ball mustergültig für Ousman Jasseh auflegte, dessen Gewaltschuss dann knapp über das Teninger Gehäuse zischte. Wiederum nur eine Minute später verschätzte sich Teningens Torhüter bei einer weiten Flanke von Denis Gretz und ließ den Ball aus den Händen gleiten. Der schnelle Kazbek Ulubiev ergatterte sich die Kugel, versäumte aber dann den Abschluss über den am Boden liegenden FCT-Keeper hinweg. Mitten in diese kleine Drangphase des FCE  hinein fiel dann das 1:0 auf der anderen Seite. Teningens Kapitän Florian Rees spielte dabei seine ganze Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit aus, als er einfach von halbrechts mit dem Ball am Fuß in den FCE-Strafraum eindrang und die Kugel eiskalt ins lange Eck schoss (23. Minute). Bei aller Klasse von Rees wurde dieser Führungstreffer durch ein völlig passives Verhalten der FCE-Defensive begünstigt. Nach dem Rückstand merkte man der jungen FCE-Elf die Verunsicherung deutlich an. Vor allem das Zweikampfverhalten in der Arbeit gegen den Ball ließ zu wünschen übrig. Meist begleiteten die FCE-Akteure ihre Gegenspieler nur, anstatt wirklich zu attackieren. Nach Zusammenspiel mit Florian Rees kam dann Fabio Saggiomo mit einem Distanzschuss zur nächsten Teninger Chance. Der Ball wurde jedoch von FCE-Keeper Karl Goette pariert. Direkt nach der Pause wurde das passive Zweikampfverhalten der FCE-Spieler erneut bestraft. Fabio Saggiomo durfte völlig ungehindert das 2:0 erzielen (46. Minute), nachdem zuvor zwei Teninger Angreifer sich gegen fünf Emmendinger Spieler durchgesetzt hatten. Danach dominierte der FC Teningen die Partie ohne allzu große Anstrengung und kam durch einen direkt verwandelten Freistoß von Florian Rees verdient zum 3:0 (57. Minute). Jetzt war ein Klassenunterschied zwischen den Teams zu sehen. Kurz vor Ende der Partie gelang Kazbek Ulubiev nach einer feinen Einzelleistung noch der Ehrentreffer für den FCE (85. Minute). Insgesamt war der Derby-Sieg für Teningen hoch verdient und sollten sich die FCE-Spieler mal an die eigene Nase fassen und sich fragen, ob das luftige Zweikampfverhalten nicht etwas arg dünn ist, wenn man Landesliga spielen will.
Der FCE spielte mit:  Goette, Wormuth, Fass (Gashi), Wolf, Gass, Gutjahr (Hader), Häringer, Gretz (Kreutner), Engler, Ulubiev, Jasseh (Bange)
Michael Zäh